Jan Luley – Baltic Blues

Samstag, 17. Oktober 2026 um 20 Uhr

Die stilistische Vielfalt, seine musikalische Kreativität und seine Virtuosität machen den Pianisten und Sänger Jan Luley zu einem der vielseitigsten und spannendsten Musiker der heutigen Szene. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit der Musik der Stadt New Orleans, lernte von ihren Musikern und organisiert jedes Jahr Reisen in die Crescent City, wie die Stadt wegen Ihrer Krümmung am Mississippi auch genannt wird. Seine Musik ist zeitlos, pianistisch auf höchstem Niveau, verbunden mit einer tiefen Verbeugung vor der musikalischen Tradition aus New Orleans in erfrischend zeitgemäßer Umsetzung.

Hätte der Blues auch in Estland entstehen können? Estland kennt zwar keine Geschichte der Sklaverei, wohl aber jahrhundertelange Leibeigenschaft, Fremdherrschaft und den tief verwurzelten Freiheitswillen seiner Menschen. Aus diesem Gedanken heraus kreiert Jan Luley den imaginären „Baltic Blues“ – inspiriert von der Gesangstradition Estlands ebenso wie vom reichen Erbe des Blues, Jazz und der kreolischen Musik Louisianas.

Auf seinen Reisen erlebte er sowohl die pulsierenden Klänge von New Orleans als auch die stillen Weiten Estlands, der Heimat seiner Frau. In seinem Programm „Baltic Blues“ verbindet er eigene Kompositionen mit Werken von Arvo Pärt, Raimond Valgre und anderen – ein musikalischer Faden zwischen Ostsee und Mississippi.

„Das erste Stück des Abends, „Lootus“ (Hoffnung) widmete Luley aber unter dem Applaus des Publikums der Selbständigkeit und der Freiheit des Baltikums. Eine eingängige balladenhafte Melodie entwickelt sich über Jazzakkorden zu improvisierten Klangflächen und perlenden Läufen, die an Keith Jarrett erinnern.“ (Hersfelder Zeitung, 05.03.2024)

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